Stefan Hassfurter - Bayerisch modern

Stefan Hassfurter vor der Therme 1, in der Hand den Original-Bohrkopf, mit dem 1938 in 927m Tiefe die Therme 1 erbohrt wurde. Anfang 2018 stehen Bohrungen für die neue Therme 1a an.

Die Therme 1 ist die älteste Therme in Bad Füssing. Seit über 70 Jahren wirkt hier das Heilwasser seine Wunder. Doch das Heilwasser allein sorgt noch nicht für das volle Paket Erholung und Entspannung. Den Rahmen hierfür bietet auch das Ambiente – und genau daran wird sich in naher Zukunft einiges ändern.

 

Stefan Haßfurter ist zusammen mit Wilfried Huhn seit Anfang 2016 die neue Geschäftsführung der Therme 1. In einem Interview haben wir Haßfurter nach seinen Visionen gefragt: „Die Attraktivität des Ortes bilden die drei Thermen: Therme 1, Johannesbad Therme und Europa Therme.“ Haßfurter ist der Meinung, „alle Thermen brauchen sich gemeinsam und nur gemeinsam kommt auch der Ort voran. Als Alleinstellungsmerkmal für Bad Füssing steht die Gesundheit.“ Für Stefan Haßfurter ist das Thema Gesundheit dabei sehr facettenreich. Es ist das Zusammenspiel aus Thermalbad, Sauna und Sport. „Urlaubsziel der Generation 40+“, lautet Haßfurters Vision für den Ort in den kommenden 20 Jahre. So wünscht er sich für Bad Füssing Gäste, die gesund werden wollen oder gesund bleiben wollen. Dabei soll ein breiteres Publikum als bisher angesprochen werden. Ein Schritt in diese Richtung wird es sein, das Wort „Kur“ aus der Terminologie des Ortes zu streichen. Haßfurter sieht diesen Schritt als wichtig und notwendig an, um das verstaubte Image loszuwerden. „Es weist zu sehr auf die alte Zeit zurück“, sagt er – und dabei hat längst eine neue Zeit begonnen.

 

Für die Therme 1 sind Haßfurters Visionen zum Teil schon Wirklichkeit geworden. „Meine Idee für die Therme ist ein moderner bayerischer Stil“, so Haßfurter. Das sterile, kühle Erscheinungsbild von früher weicht mehr und mehr einem warmen, modernen Wohlfühldesign. Der Ruheraum wurde bereits renoviert. Er bietet nun ungestörte Erholungsnischen und moderne Liegemöglichkeiten, unter anderem in gemütlichen Strandmuscheln. In einem weiteren Schritt wurde das Restaurant umgebaut und am 1. April wiedereröffnet. Ein neues bargeldloses System mit Selbstbedienung bietet dem Gast mehr Komfort.

 

Die nächsten Etappen werden Neuerungen am Haus der Quelle sowie am Heißwasserpool sein. Dabei stehen für Stefan Haßfurter alle Neuerungen stets unter der Prämisse, die Therme 1 und den Saunahof zu einer starken Einheit wachsen zu lassen. Anfang 2018 wird es eine neue Bohrung geben, damit weiterhin frisches Heilwasser durch die Bäder der Therme 1 fließt. Stefan Haßfurter betont den sorgsamen Umgang mit dem Heilwasser. Der Qualitätsstandard des Hauses ist nach DIN ISO 9001:2015 zertifiziert. Auch in Zukunft wird der Qualitätsstandard gepflegt und im Hause auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit geachtet.

 

„Was ich die letzten eineinviertel Jahren gemacht habe, macht mir großen Spaß“, so Haßfurter. Aber er sagt auch, „man weiß nie, was kommt“. Ein Blick auf seinen Werdegang zeigt, er weiß, was Unternehmen wollen und deshalb hat er auch für dieses Unternehmen frische Ideen. sw