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Corona Upate vom 2. Juni 2020 der Therme 1 in Bad Füssing


Liebe Gäste,
nun können wir endlich etwas Konkretes berichten zur Eröffnung unserer THERME EINS.

Bild: Kur- und Gästeservice Bad Füssing

Wir öffnen unsere Therme am 8. Juni.

  • Öffnungszeiten: 9 bis 17 Uhr
  • Kein Einlass für Personen unter 16 Jahren.
  • Bei Gewitter ist die Therme umgehend zu verlassen.
  • Der Saunahof hat derzeit noch geschlossen.
  • Keine Nutzung von: Solarium, Dampfbad, Infrarot, Innenbereiche und Innenbecken
  • Keine Wassergymnastik, kein Aqua-Yoga und Aqua-Zumba
  • Es ist in allen innenliegenden Bereichen eine Maske zu tragen. D.h. ab der Tiefgarage über den Eingangsbereich bis man im Außenbereich ist.
  • Es ist ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen einzuhalten.
  • Sie müssen im Eingangsbereich Ihre Daten aufschreiben und abgeben. Diese werden nach einem Monat gelöscht.


Eintrittspreise und Aufenthaltsdauern

  • Es wird ausschließlich eine 3 Std. Karte zum Preis von 10,00 € verkauft.
  • Bereits gekaufte 5 Std. Karten/Tageskarten behalten ihre Gültigkeit, diese können Sie auch jetzt einlösen

 

Nachzahlung:

  • Wer seine 3 Std.-Karte überzieht fällt automatisch in ein 5 Std. Ticket und muss 2,50 € aufzahlen.
  • Wer seine 5 Std.-Karte überzieht fällt automatisch in eine Tageskarte und muss 4,50 € aufzahlen.
  • Es werden vorerst keine Freikarten akzeptiert.
  • Keine Zeitverlängerung bei Vorlage der Kurkarte oder des Behindertenausweises

 

Nutzung der Bereiche in der Therme


• Vorerst wird das Restaurant nicht geöffnet, Getränke können im Eingangsbereich im Badeshop erworben werden.
• Es dürfen keine Innenbereiche geöffnet werden. Das heißt:

  • Es stehen keine Umkleiden/Spinde zur Verfügung -> bitte lassen Sie Ihre Wertsachen zu Hause!
  • Es stehen nur Außenduschen (Kaltwasser) zur Verfügung. Hier darf nicht mit Duschgel abgeduscht werden.
  • Toiletten im Innenbereich dürfen z.T. benutzt werden, es ist hier ein Mundschutz zu tragen.

• Alle Außenliegebereiche, sowie die untere (von außen zugängliche) Sonnenterrasse und der Außenbereich des Saunahofes stehen mit Liegen zur Verfügung.
Diese sind mit 1,5m Abstand aufgestellt. Der Bereich des Saunahofes ist nur bekleidet zu betreten.
• Es stehen Ihnen zum Umkleiden im Außenbereich 4 Kabinen zur Verfügung.

Folgende Becken stehen Ihnen zur Verfügung:

  • Rundbecken
  • Schwimmerbecken
  • Kalt- und Heißwasserbecken
  • Grottenbad – jedoch ohne die Grotte selbst
  • Aktivbecken (es findet keine Wassergymnastik statt)
  • Saunahofbecken (nur bekleidet)

Rollstuhlfahrer/behinderte Mitmenschen

• Es steht keine Umkleide zur Verfügung.
• Es stehen 3 Toiletten zur Verfügung (Eingangsbereich, Nähe Rundbecken, Stachus).
• Es stehen keine Duschen zur Verfügung (nur Außenduschen vor den Becken).
• Es gibt für Begleitpersonen keine Zeitverlängerung beim Einlass.


Physiotherapie


Sie können ab sofort Ihre Therapien wieder bei uns wahrnehmen.
Derzeit ist jedoch noch kein Fango und keine Wasseranwendung gestattet. D.h. Krankengymnastik, Manuelle Therapie und Massagen sind erlaubt.

Ihre Termine können Sie diese Woche telefonisch von 9 – 12 Uhr buchen unter 08531 9446 0 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Ab 8. Juni können Sie Ihre Termine von 9 bis 16 Uhr buchen.

 


Wir wissen, es sind ziemlich viele Auflagen und Beschränkungen. Trotz allem wünschen wir Ihnen einen schönen Aufenthalt bei uns in der THERME EINS.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Herzliche Grüße
IHR TEAM DER THERME EINS

 

Eugene Felle & die Vogelschaubilder vom Unteren Inn

 
Von der Flusslandschaft am Unteren Inn gibt es sogenannte Vogelschaubilder aus der Zeit um 1900. Sie stammen von dem 1869 in Isny im Allgäu geborenen Postkartenmaler und -verleger Eugen Felle (1869–1934). Diese Vogelschaubilder sind Meisterwerke grafischer und künstlerischer Darstellungskunst und gehörten in der Pionierzeit des bayerischen Tourismus zu den populärsten Bildmedien.

Was sind Vogelschaubilder?

Als perspektivisch-plastisch wirkende Bilder sind Vogelschaubilder sehr beliebt, da sie als Ausblick von einem erhöhten Punkt aus über die Landschaft hin die dritte Dimension anschaulicher zeigen als herkömmliche Karten. Sie stellen ähnlich wie Panoramen und 3-D-Karten die Landschaft aus großer Höhe perspektivisch auf einer schrägen Bildebene wieder. Der Zweck der Vogelschaubilder besteht darin, den Betrachtern eine topografische Gebietsorientierung an die Hand zu geben. Sie erfüllen damit nicht das Kartenmerkmal der Maßstäblichkeit, zeichnen sich dafür aber in der plastischen Darstellung des Reliefs durch besonders hohe Anschaulichkeit aus. Während Vogelschaubilder künstlerisch frei komponiert sind, sind Vogelschaukarten exakt geometrisch konstruiert. Man kann nur erahnen, welche Arbeit dahintersteckt, um ein gegebenes Gelände in einer künstlerisch hochstehenden, geometrisch korrekten und den touristischen Belangen genügenden Abbildung wiederzugeben.

Eugen Felle platzierte in seine Vogelschaubilder vom Inn wie in einem Bühnenbild signalhaft die markanten touristischen Sehenswürdigkeiten der Region, wobei der Inn die Mittelbühne bildet. Dadurch bekamen sie ein attraktives Erscheinungsbild und leisteten einen bedeutenden Beitrag zur touristischen Entdeckerfreude. Als touristische Bildmedien bilden Felles Vogelschaubilder ein geschlossenes Netz der Erlebnissteuerung für den Touristen. Sie haben damit in der Anfangszeit des modernen Tourismus Ausflugsziele popularisiert und so zur touristischen „Eroberung“ der bayerischen Landschaft beigetragen. Als Werbung für Fremdenverkehrsgebiete vermittelten sie den Menschen auf bildmedialem Weg Landschaftserlebnisse und wurden so zu Symbolbildern der touristischen Sehnsucht nach Landschaftsgenuss.


Inn aus der Vogelschau


Leben                                                                     
Der 1869 in Isny im Allgäu geborene Eugen Felle hat sich 1886 mit 17 Jahren an der Münchner Akademie der Bildenden Künste in die Klasse für religiöse Skulptur eingetragen. Nach dem Studium eröffnete er in seiner Heimatstadt Isny bereits 1892 das „Atelier Felle“. 1898 erweiterte er sein Geschäft und nannte es „Atelier für künstlerische Zeichnungen und Entwürfe, Spezialität: Städte und Landschaften aus der Vogelschau, Alpenpanoramen, Entwürfe in Feder und Aquarell“. Mit seinen künstlerisch anspruchsvollen, detailliert ausgeführten Ansichtskarten machte er sich bald einen Namen. Zunächst waren Lithografien fast immer einfarbig, ab etwa 1895 wurden Ansichtskarten überwiegend als mehrfarbige Chromolithografien gedruckt, später im Tiefdruckverfahren. So auch Felles Vogelschaubilder. Mit seinen Produkten war er am Puls der Zeit, so verlegte er neben Vogelschaubildern auch gedruckte Bildpostkarten, die nach seinen Originalzeichnungen gestaltet waren. Seit 1885 waren nämlich Bildpostkarten offiziell zugelassene Postmittel, ein Medium, das sich für Felle zu einem guten Geschäft entwickelte. Eugen Felle fertigte seine Zeichnungen vor Ort an. Die sorgsam bearbeiteten Originale gingen dann als Druckvorlage an die Druckereien in Isny, Kempten, München und Dresden. 1910 beschäftigte Felles Atelier bis zu sechs Zeichner, um die Aufträge bewältigen zu können. Nach dem 1. Weltkrieg setzte Felle das Ansichtskarten-geschäft fort und entwickelte es weiter.

Felles Vogelschaubilder aus der Pionierzeit des Fremdenverkehrs
Der zunehmende Fremdenverkehr, der sich moderner anschaulicher Werbemittel bedienen wollte, bot eine stabile Auftragslage: Gastwirte, Hotelbesitzer, Kurhäuser warben mit Eugen Felles Produkten für ihre Einrichtungen. Dabei waren Naturschönheiten, Flusslandschaften, Gebirgspanoramen, Ausflugsziele die Motive, mit denen für den Sommeraufenthalt geworben wurde. Die Karten erschienen in verschiedenen Verlagen oder wurden von Einzelhändlern vertrieben. Heute gehören Felle-Ansichtskarten zu den meistgesuchten Sammelobjekten. Signiert sind diese in der Regel mit „Atelier E. Felle, Isny“, „Felle/Isny“ oder „E. Felle“. Der Künstler starb 1934.
 

Bedeutung für die Kulturgeschichte und den Fremdenverkehr
Für die Kulturgeschichte und für den Fremdenverkehr sind Felles Vogelschaubilder von großem Wert. Zeigen sie doch bedeutsame Kulturdenkmäler am Unteren Inn. In einer Zeit, als der Inn seit 1779 durch den Bayerischen Erbfolgekrieg (Friede von Teschen) noch die Grenze zwischen Österreich und Bayern bildete, hat Felle Ausflugsziele von beiden Ländern in die Vogelschaukarten aufgenommen. Es sind Bauwerke, die Zeugen einer gemeinsamen Geschichte sind: auf österreichischer Seite die gotische Wallfahrtskirche Mariae Himmelfahrt in Kirchdorf am Inn, Schloss Katzenberg, Obernberg mit dem schönen Marktplatz, das Augustinerchorherrenstift Reichersberg, das ehemalige Chorherrenstift Suben mit der bedeutsamen Rokokokirche und die Barockstadt Schärding, auf bayerischer Seite Neuhaus und das Schloss mit der neubarocken Dreifaltigkeitskirche (Damenstift der englischen Fräulein mit Schule), das ehemalige Benediktinerkloster Vornbach (seit 1803 Schloss) und das hoch über dem Inn gelegene Schloss Neuburg.

 
 

 

Fasching 2019

 

Die ersten Bilder des Faschingsauftakts vom 11.11.2019 in Bad Füssing

(Bilder: Kur- und Gewerbeverein Bad Füssing e.V.)